Wow, was war der Februar 2020 für ein Monat! Covid-19 hat eine Blutspur in den Aktienindizes hinterlassen und ich stecke mitten in meiner Trading-Ausbildung. Die Bewegungen in meinem 25.000 US$ Paper Trading Depot fühlen sich emotional so an, als wäre es Echtgeld und das ist gut so. Schließlich trennt mich Phase 2 von Phase 3, in der es dann mit Echtgeld zur Sache geht.

Depotstand am Ende von Monat 1

In die Trading Challenge die zum Ausbildungsprogramm gehört bin ich wie die anderen Teilnehmer auch mit einem Paper Trading Depot von 25.000 US$ gestartet. Ende Februar 2019 sind davon noch 24.206 US$ übrig. Das entspricht einem Minus von rund 3,18%.

Wie geht es mir ?

Ich fühle mich trotzdem hervorragend. Warum? Der Grund ist ganz einfach. Das Risikomanagement der Trading-Strategie geht voll auf. Während der S&P500 nahezu 15% gefallen ist, konnte ich meine Verluste begrenzen. Das Gefühl die Kontrolle zu haben während die Märkte in die Panik abrutschen tut gut.

Was habe ich gelernt ?

Gerade wenn die Märkte am laufenden Band neue Allzeithochs produzieren wie bis Mitte Februar 2020 muss ich aggressiver versuchen auch einige Short-Positionen zu platzieren. Davon hatte ich Mitte Februar zu wenig. Die zwei Short-Positionen die ich hatte konnten in der Wucht der Bewegung einen Großteil der Verluste der Long-Positionen ausgleichen. Ich konnte also mitten in einem gewaltigen Trendwechsel die Verluste meines Trading-Depots sehr gut begrenzen.

Einige Kollegen in der Trading-Ausbildung waren beim Shorten fleißiger und sind mit einem Depot-Plus von knapp 20% aus dem Februar gekommen, das sie ausschließlich den Shorts zu verdanken haben. So macht Abverkauf Spaß. Genau das war ja schließlich einer der Hauptgründe für den Start der Ausbildung: In fallenden Märkten die Verluste stark begrenzen zu können und am besten sogar noch daran zu verdienen.

Wie war mein Zeiteinsatz ?

Aktuell geht die meiste Zeit dafür drauf eine Watchlist von 500 – 700 Trading-Aktien zu pflegen, die zur Strategie passen. Gerade in Zeiten von Allzeit-Hochs sorgt eine pralle Watchlist dafür, dass man auch genug Short-Kandidaten finden kann. Meine Trading-Watchlist ist mit 350 Aktien noch deutlich zu dünn um in Zeiten von Allzeit-Hochs ausreichend Short-Kandidaten zur Hand zu haben! Ich nehme mir vor mindestens 4 Stunden pro Woche in den Aufbau der Watchlist zu investieren bis ich 700 Aktien habe, die den Kriterien der Trading-Strategie entsprechen.

Nach anfänglichen Versuchen in Excel habe ich mich dazu entschlossen auf die Vollversion von Tradingview umzusteigen. Ich hoffe das bringt mir einen Produktivitätstschub.

Da nach der Trading-Strategie ausschließlich nach Börsenschluss platziert und angepasst wird und maximal 10 Positionen gleichzeitig laufen ist der tägliche Aufwand für das Trade-Management tatsächlich gering. Ich komme mit ca. 30 Minuten pro Tag aus.

Fazit Trading-Ausbildung Phase 2 Monat 1

Ich bin sehr gespannt was der März bringt. Ich will meine Watchlist schnell hochfahren auf 500 Titel um gut gerüstet von dem profitieren zu können, was der März bietet. Hey, und ich hoffe das der aktuelle Abverkauf noch nicht The Big One ist: Schließlich ist es noch Paper Trading und der größte Teil meines Vermögens steckt in Buy and Hold Depots. The Big One soll sich zumindest noch gedulden bis ich mit Echtgeld trade !

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