Aktuell läuft vor unseren Augen der Finanzcrash 2020 in atemberaubendem Zeitraffer ab.

Aufgrund der Marktsituation in der wir uns aktuell befinden möchte ich mit dir über den Tellerrand der vermögensverwaltenden GmbH hinausschauen. Ich blicke auf die letzte große Finanzkrise 2008 und meine Lektionen daraus zurück.

Schließlich zeige ich dir wie ich aktuell aufgestellt bin und wie ich die nächsten Wochen angehen werde.

Mein erster Finanzcrash: 2008

2008 war der erste Finanzcrash bei dem ich selbst schon ein nennenswertes Vermögen aufgebaut hatte. Ich selbst habe den Börsencrash von 2008 noch in frischer Erinnerung. Dem Absturz von 2008 ging ebenfalls eine Phase voraus in der praktisch alle Assets gestiegen sind. Ich konnte kaum eine falsche Aktie oder einen falschen Investmentfonds kaufen. Egal ob Technologie, Emerging Markets, Offene Immobilienfonds, Gold. Alles stieg. Mein größter Fehler 2008 und in den ersten Monaten der Krise war sofort die Dips zu kaufen, statt mein Pulver trocken zu halten. Geduld ist schwer, wenn es die Aktien, in die man seit langem einsteigen wollte plötzlich zu scheinbaren Schnäppchenpreisen gibt.

Meine beste Entscheidung nach 2008

Eine der besten Investment-Entscheidungen, die ich in den Monaten nach der Krise getroffen habe war es in finanzielle Bildung und hochwertige Informationen zu investieren. Ein Beispiel dafür sind die Services Motley Fool Stock Advisor und Motley Fool Rulebreaker. Diese Services lieferten mir einige meiner besten Investitionsideen Jahre bevor sie im Mainstream ankamen. Die Services kosten zwar eine Jahresgebühr, der Return on Invest war für mich aber überwältigend.

Er lieferte mir jeden Monat Investmentideen, die bereits auf Ihr Chance/Risiko-Profil geprüft waren. Natürlich musste ich damals noch selbst entscheiden, ob ich in diese Firma mit dem seltsamen Namen „Netflix“ investieren wollte. Sie kostete zum Zeitpunkt der Empfehlung 27$. Allein meine Gewinne mit Netflix haben die Kosten für den Service 1000x fach überkompensiert. Trotz Crash von 2020 bin ich mit Netflix noch über 900% im Plus (Stand 17.03.2020).

Meine Asset-Allokation 2020

In der folgenden Abbildung siehst du mit welcher Asset-Allokation ich in das Jahr 2020 gestartet bin.

Asset Allocation im Crash Jahr 2020
Meine Asset-Allokation im Januar 2020

Das Bild zeigt die prozentuale Verteilung meiner liquiden Vermögenswerte (ausgenommen sind illiquide Assets wie Riester-Versicherung, BAV, sowie selbstgenutzte und vermietete Immobilien).

Mit 81% stellten Wertpapiere den überwiegend größten Anteil dar. Dazu gehört mein privates Fondsdepot bei der eBase und private Aktiendepots bei der ING und bei degiro.

An zweiter Stelle rangieren mit 8% Rohstoffe, im wesentlichen Gold und Silber in physischer Form sowie Bitcoin im eigenen Wallet (keine Zertifikate!).

Mit 7% kommt Cash auf diversen Girokonten, die ich auch in meinem Artikel zum 6 Kontenmodell beschrieben habe.

3% meines Vermögens steckten in meiner 100% Beteiligung an meiner Spardosen GmbH. Diese hielt im Januar 2020 die Aktien, die ich in meinem Artikel zum Buy and Hold Depot beschrieben habe.

Mit rund 1% die kleinste Position stellen P2P Investitionen dar. Für dieses Segment nutze ich die Anbieter Kapilendo und Mintos. Mit beiden habe ich seit rund 3 Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht. Jetzt müssen sie ihre Krisenfestigkeit beweisen. Falls beide Anbieter gut über die nächsten Jahren kommen, könnte ich mir vorstellen meinen Anteil an P2P Investitionen hochzufahren.

Was will ich im Crash 2020 besser machen

Die folgenden Punkte will ich im Crash 2020 besser machen

  1. Ich werde neue Investitionen in Wertpapiere nur noch über meine Spardosen GmbH machen bis dieser Anteil auf mindestens 50% meiner Asset-Verteilung gestiegen ist
  2. Ich werde mich so gut es geht mit „Buy the Dip“ zurückhalten. Auch wenn es fast schmerzhaft verlockend ist bei gefallenen Rulebreaker-Aktien wie The Trade Desk (TTD), Shopify (SHOP) und Atlassian (TEAM) einzusteigen will bei diesen Titeln darauf warten, bis sie wirklich ausgebombt sind.
  3. Ich werde weiter in meine Finanzielle Bildung investieren. Das was ich in meiner Trading- und Investment-Schulung gelernt habe, konnte ich bereits beim Aufbau einiger Positionen meiner Spardosen GmbH nutzen. Meine Ausbildung läuft noch bis Oktober 2020.
  4. Ich werde neben Buy and Hold zwei weitere klar definierte Anlagestrategien verfolgen um auch in Phasen von seitwärtslaufenden und fallenden Märkten profitieren zu können.

Meine bevorzugten Informationsquellen

Die folgenden Informationsquellen nutze ich aktuell für meine Investment-Entscheidungen:

Die Seite cashkurs von Dirk Müller. Auch diese Information kostet, ist dafür aber wesentlich unabhängiger und wertvoller als zum Beispiel das Handelsblatt oder gruselige Zeitschriften wie Focus Money. Wer es noch nicht getan hat sollte auch Dirk Müllers Buch Machtbeben lesen. Eine Rezension findet ihr auf der Seite mit meinen Empfehlungen zu Finanzbüchern.

Die Services Motley Fool Stock Advisor und Motley Fool Rulebreaker kann ich uneingeschränkt empfehlen. Ich nutze sie seit 2008. Es gibt hiervon auch einen deutschen Ableger, allerdings habe ich mit den US-Services deutlich bessere Erfahrungen gemacht.

Wer die kleineren Wirtschaftszyklen (5-10 Jahre) und die größeren Wirtschaftszyklen (50-100 Jahre) verstehen möchte dem kann ich ein Video von Ray Dalio wärmstens empfehlen. „Wie die Wirtschaftsmaschine funktioniert – in 30 Minuten“ erklärt sehr gut was die tatsächlichen wirtschaftlichen Hintergründe unserer Finanzzyklen und Krisen sind.

Wenn dich das Thema interessiert dann lies unbedingt auch Ray Dalios kostenloses ebook „Principles for Navigating Big Debt Crises„. Er analysiert darin alle großen Schuldenkrise der letzten Jahrhunderte und deren Folgen für die Wirtschaft. Es ist interessant wie er unsere aktuelle Situation einordnet.

Was ich in den nächsten Wochen tun werde

Was ich aktuell sehr intensiv tue ist meine persönliche Watchlist zu pflegen. Das heisst allerdings nicht einfach ein paar Aktien in eine Liste zu packen. Alle Kaufkandidaten bewerte ich nach den Kriterien, die ich in meiner Trading- und Investment-Schulung gelernt habe. Wenn wirklich alle meine Kriterien passen werde ich immer mal wieder kleinere Positionen für meine Spardosen GmbH aufbauen, ohne allerdings All-In zu gehen. Stand heute sind wir vermutlich noch ein gutes Stück von der Bodenbildung für den Finanzcrash 2020 entfernt.

Ich werde den Goldpreis weiter beobachten. In der letzten Finanzkrise 2008 ist der Goldpreis zuerst fast 30% gefallen bevor er seinen gigantischen Anstieg vollzogen hat. Ich hoffe auch bei Gold weitere kleine Positionen aufbauen zu können.

Bitcoin war leider bisher nicht der erhoffte Fels in der Brandung. Mit neuen Positionen warte ich ab, bis die weitere Entwicklung sich klarer abzeichnet.

Fazit

Die Nachrichtenlage ist Mitte März 2020 nahezu perfekt schlecht. Jeder versucht aktuell alles zu Cash zu machen was geht, egal ob Aktien, Öl, Gold oder Bitcoin. Es ist der falsche Zeitpunkt um All-In zu gehen aber auch zu spät um in großem Stil zu verkaufen. Laut Dirk Müller sind größere Käufe aktuell wie ein Griff in die laufende Kettensäge. Aber mittelfristig gilt wohl das was schon ein anderer großer Investor sagte: Im Crash kehren Aktien zu ihren rechtmäßigen Besitzern zurück.

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Bernd
Bernd
1 Monat zuvor

Von Dirk Müller, „Mr. DAX“ halte ich persönlich nicht viel. Er wirkt überheblich, weiß alles und trotzdem hat sein Premium Fonds eine miserable Performance, und das sogar nach dem Corona Crash trotz seiner angeblich so effektiven Absicherungen…

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